Am 31. Oktober 2002 wollte ich bei Karstadt eigentlich nur das Angebot nutzen und mir einen günstigen Käfig holen. Die Ferkel
wollte ich dann zusammen mit meinem Freund aussuchen, der aber gerade im Urlaub war.
Trotz des guten Vorsatzes konnte ich natürlich nicht anders: ich MUSSTE einfach die Schweinchen anschauen. Als ich dann
Doggett gesehen habe, war es um mich geschehen. Der kleine Kerl war so niedlich, der musste einfach mit. Da er aber nicht
alleine bleiben sollte, habe ich mich auch gleich nach einem zweiten Schweinchen umgeschaut. Die Auswahl fiel mir recht
schwer, es wuselten bestimmt 20 Böckchen panisch durch das Gehege. Nur ein kleiner Wicht saß völlig unberührt von der
Panik der anderen Ferkel und dem Chaos um sich herum mitten im Napf und schlug sich den Bauch voll.
Doggett kam also des Aussehens wegen und Mulder des Charakters wegen mit nach Hause.
Aber mehr als zwei Schweinchen werden es auf keinen Fall werden!
Schon kurz nach Weihnachten aber ging bei den beiden der Streit los. Um, wie ich hoffte, Ruhe zu stiften, gingen wir auf
die Suche nach einem dritten Schweinchen für die Bande. Fraggle, ein hübscher und zierlicher Coronetbock zog am 27.1.03 zur
Verstärkung der beiden bei uns ein.
Also waren es drei.
Leider ging das auch nicht lange gut. Mulder hat sich von einem Tag auf den anderen
entschieden, Doggett nicht mehr leiden zu können. Schweren Herzens habe ich damals Doggett aus der Gruppe genommen, er
musste fast 3 Wochen alleine sitzen. Dann aber ist zu seiner großen Erleichterung sein Paul bei ihm eingezogen.
Also waren es vier.
Wieder nach nur drei oder vier Monaten hat Fraggle angefangen, den armen Mulder extrem zu unterdrücken. Er hat Mulder
ständig bestiegen, der war völlig fertig mit den Nerven, hat extrem abgenommen. Es war auch offensichtlich, dass Fraggle
auf Dauer einfach eine Frau an seiner Seite bräuchte. So wurde er also kastriert und hat ein neues Zuhause bei einer
verwitweten Ferkeldame in Berlin-Fiedenau gefunden. Mulder haben wir damals ein wunderschönes Babyböckchen in Silberagouti
ausgesucht. Ludwig ist bei uns eingezogen
Vier ist die maximale Ferkelbelegschaft, aber mehr als vier werden es sicher nicht!
Schon im November 2003 (oder doch schon Oktober?) ist mir bei einem Zooladen um die Ecke ein Böckchen aufgefallen. Am Anfang
sollte der kleine Herr stolze 20 Euro kosten. Da aber auch Meerschweinchen in einem Zooladen wachsen und erwachsen werden,
war er natürlich irgendwann groß, wesentlich größer als die Babyferkel, die dort zu kaufen waren. In der ersten Februarwoche
war das Schweinchen immer noch in dem Zooladen, allerdings schon "reduziert" auf 7 Euro. Außerdem war er mit einem
Kaninchenrammler in einen kleinen Käfig gepfercht, der Rammler stand seinem Namen in nichts nach und hat den kleinen Bock
dauernd bestiegen. Als ich vom Streueinkauf wieder daheim war, wollte mir der Kleine nicht aus dem Sinn und ich habe das OK
bekommen, ihn da rauszuholen. Bedingung war allerdings: Der wird kastriert und vermittelt! Gesagt, getan, Manni wurde
freigekauft und Sid von einer Züchterin zur Gesellschaft geholt. Schon nach drei Tagen war klar: die kann ich nicht mehr
hergeben. Einige Stunden der Überredung später war die letzte Hürde genommen. Das OK zum Einzug wurde gegeben.
Also waren es sechs. Aber mehr werden es nicht werden!
Ludwig ist bei uns eingezogen und hat im Sturm sämtliche Herzen erobert, die ihm vor den Weg kamen. Aber auch der süße
Ludwig hat nach der Pubertät (ca. 2 Monate nach Mannis und Sids Einzug) angefangen, Mulder zu tyrannisieren. Mulder wieder
völlig fertig mit den Nerven war nach der Kastration sichtlich froh, in Einzelhaft zu sitzen. Ludwig dagegen hat aufgehört
zu fressen. Für Mulder durfte Notdame Maja einziehen, Ludwig bekam als Therapie Leihschweinchen Tippi zur Seite. Leider
waren diese beiden Kombinationen nicht sehr glücklich gewählt. Nach kanpp einer Woche vierfacher Langeweile, habe ich die
beiden Damen einfach ausgetauscht, was zu zwei Traumpaaren geführt hat. Ludwig durfte seine Maja behalten, die beiden sind
zusammen in ein tolles neues Zuhause vermittelt worden. Mulder ist mit seiner Tippi überglücklich - und umgekehrt.
Also waren es sechs. Mehr werden es sicher nicht werden - die endgültige Belegschaft der Schweinebande ist erreicht.
Ende September 2004 erhielt der Verein
notmeerschweinchen.de e.V. einen
Notruf aus Zittau. Als die Schweinchen dann gut in den verschiedenen Pflegestellen in Berlin untergebracht waren,
purzelten am laufenden Band die Babys. Ein Notfallmädchen nach dem anderen wurde Mutter. Eines dieser Babys war die
Anastasia. Ein witziges Schweinchen mit einem verlorenen Wirbel mitten auf dem Rücken. Bei ihr bin ich fast schwach
geworden. Sie hatte auch eine kleine Schwester, die Alina. Ein sehr charaktervolles Ferkel, auch schon im zarten Alter von
drei Wochen. Glatthaarmix oder Sheltie (das ist noch nicht so ganz raus), weiß, rote Augen, Ohren wie ein Himalaya-
Schweinchen, die Vorderpfoten waren auch schon dunkel. Tja, ein Platz war ja noch frei. Es hat mich zwar sehr viel
Überredung gekostet, habe dann aber ein "mach was du willst, aber begeistert bin ich nicht!" bekommen. Zwei Tage später,
am 31.10.2004 ist die kleine Lina hier eingezogen.
Also waren es sieben. Mehr werden es sicher nicht werden, auch der letzte Platz ist jetzt bewohnt ....
Die Notfälle Lea und Hexe waren die beiden ersten Notfälle bei der Schweinebande. Danach kam Loui.
Dann kam der Zittau-Notfall und natürlich habe ich gesagt, dass ich Platz für 2 Schweinchen habe. Aber auch Luna
und Kassiopeia waren nicht die letzten Notfälle bei der Schweinebande. Ein paar Monate vorher, schon 2004, war ich
Mitglied beim Verein
notmeerschweinchen.de e.V. geworden.
Seit Luna und Kassiopeia ist der Notfallkäfig eigentlich ständig besetzt, es wurde sogar ein extra Eigenbau angeschafft. Ein paar Mal waren auch
schon Überraschungseier zu Gast und die Schweinebande war so auch schon Kindergarten.
Also waren es 7+x. Mehr werden es sicher nicht werden, auch der Noteigenbau ist voll ....
last modified 31.8.06
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